Sport &
Jugendförderung
Immer öfter hört man aus den Reihen der
Jugendarbeit, dass den jungen Menschen heutzutage vielfach die Motivation abgeht. Es fällt zunehmend schwerer,
junge Menschen für etwas zu begeistern und zu interessieren. Vielmehr steht dort stets das eigene Vergnügen im
Vordergrund. Nicht wenige junge Menschen ziehen die kurzfristige Zerstreuung einer längerfristigen Beschäftigung
vor. Und so kommt es, dass immer mehr Menschen, die im Bereich der Jugendförderung und Erziehung tätig sind, mit
mahnendem Finger vor diesen Missständen warnen. Wo sind die Gründe für diese
Entwicklung zu suchen? Was macht die heutige Generation derart lustlos? Will man diese Frage hinreichend oder
zumindest naheliegend beantworten, dann bewegt man sich aus dem Bereich der Pädagogik ganz schnell in den Bereich
der Soziologie, ja fast schon der Philosophie. Ein Problem, dass heutzutage definitiv besteht, ist die simple
Tatsache, dass fast alle Kids zu absoluten Medien Junkies erzogen werden. Daran müssen nicht einmal immer
irgendwelche ignoranten Eltern schuld sein. Erinnern wir uns doch einmal an uns selbst. Was prägte uns als wir
aufwuchsen? Nur unsere Eltern? Wohl kaum. Gerade je weiter man heranwächst, desto mehr spielen Faktoren wie das
Umfeld (Freundeskreis, Schulkameraden, Schule allgemeinen etc.) eine wichtige Rolle. Und nicht zu vergessen die
Gesellschaft. Und wie kommuniziert die Gesellschaft heutzutage mit dem Individuum? Richtig! Über die
Medien!
Diese
gesellschaftliche Entwicklung sowie die Tatsache, dass unsere Medien immer raffinierter und vielseitiger werden,
sorgen Hand in Hand dafür, dass die Kids auch immer früher und intensiver damit in Berührung kommen. Das muss zwar
nicht in jeder Hinsicht schlecht sein, bringt aber definitiv eine Wagenladung an Nachteilen mit sich. Wer den
besseren Teil seiner Freizeit damit zubringt, vor dem Computer oder der Konsole zu hocken, gewöhnt sich rasch an
diese Manier des Zeitvertreibs. Überflüssig zu sagen, dass die Motivation, Sport zu treiben oder einfach mal raus
zu kommen dabei nicht selten unter die Räder kommt. Nicht immer, aber immer öfter.
Und so sind es
eben nicht selten jene Angehörige aus dem Bereich der Jugendarbeit und Erziehung, die lautstark eine Einschränkung
des medialen Zeitvertreibs fordern. Doch leider muss man dabei auch festhalten, dass sich auch gerade die
öffentlichen bzw. staatlichen Schulen selbst auch nicht mehr mit Ruhm bekleckern. So fehlen an allen Ecken und
Enden die Mittel. Häufig wird mit völlig veralteten Materialien gearbeitet. Und die Tatsache, dass Lehrer an
staatlichen Schulen selbst bei nachweislich grottenschlechten Leistungen nicht gefeuert werden können, ist auch ein
armseliges Zeugnis. Es ist schon von trauriger Ironie, dass solche Leute den jungen Menschen eine
Arbeitsvorbereitung angedeihen lassen sollen. Ist doch ihr eigener Job stets in trockenen Tüchern, unabhängig
davon, ob dies gerechtfertigt ist oder nicht.
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